Zeit für mich & Kuhscheisse


Hello ihr Lieben

Hier sitze ich also, gefangen an der Bushaltestelle, in der Nähe meiner Schule, umgeben von Bauernhöfen. Vor meinen Augen eine idyllische Blumenwiese, hinter meinem Rücken grasende Kühe und in meiner Nase der schöne Duft der Landluft - aka Kuhscheisse. Kuhscheisse ist irgendwie ein cooles Wort. Man kann es so unterschiedlich aussprechen. Kuuuhscheisse oder Kuscheeiiisse oder Kuhhhhhscheisse (letzteres klingt gar erotisch). Ok, stopp.

Wir in der Schweiz würden sowieso nie Kuhscheisse sagen (mir ist soeben aufgefallen, dass man Kuhscheisse auch mit Q schreiben könnte - Qscheisse). Das hat sich vielleicht auch schon ein Erstklässler gedacht, als er den Buchstaben Q geschrieben hat, sein Tischnachbar an sein Armgestossen ist und ihm dann ein „Qqqqscheisse“ rausgerutscht ist. Schliesslich musste er für diese unschöne Wortwahl vor die Tür).

Also wo waren wir stehen geblieben?

Wir Schweizer sagen nie Kuhscheisse. Die einen nennen es „Kuehflade“ und die anderen „Alpepizza“. In meinem Dialekt klingt das, naja nicht so speziell. Nun stelle man sich allerdings einen Bündner vor. Das würde dann ungefähr so klingen: „Quuaaflaadaa“. Oder einen Berner: Aupepizza. Herlich!

Naja, was ich eigentlich sagen wollte: ich sitze hier, gefangen an der Bushaltestelle, in der Nähe meiner Schule. Ich habe kein Netz (das klingt irgendwie cooler, als zu sagen, dass ich immer noch eine Prepaid-Karte und kein Abonnement habe). Meine Kopfhörer habe ich zu Hause liegen gelassen.

Mein Bus kommt - in einer Viertelstunde. Das ist nicht lange, für Menschen, die auf dem Land wohnen.

Ich weiss nicht, was ich machen soll. Ich bin hier. Alleine. Alleine mit mir, meinem Handy ohne Funktionen und meinen Gedanken.

Ich beginne zu schreiben. Diesen Text. Ich wusste noch nicht was es wird, als ich die ersten Sätze geschrieben habe. Doch es fliesst. Und fliesst immer weiter. Yeah, ich bin im Schreibmodus. Ich vergesse alles rund um mich. Die Bushaltestelle, die Schule, die Bauernhöfe, die Kühe, die Blumen. Die Zeit ist mir nun auch egal.

Ich bemerke, wie dieses „in der Luft hängen“, dieses „nichts tun können“ egal wieviel ich zu tun hätte, meine Kreativität anregt. Ich bin inspiriert.

Nichts kann mich ablenken und nichts ist jetzt wichtig. Ich habe Zeit. Zeit für mich. Es fühlt sich gut an, wenn man es zulässt, dass man nichts tun kann. Nichts tun muss.

Das ist meine Erkenntnis des Tages. Ich möchte sie mit euch teilen. Ich denke vielen geht es manchmal so, dass sie etwas tun müssten, es aber nicht tun können. Versucht das Beste aus der Situation zu machen. Ruht euch aus, fahrt einen Gang zurück, kümmert euch nur um euch selbst. Es tut so wahnsinnig gut.

Mein Bus!

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