Meine 6 besten Mindset-Tipps für die Abschlussprüfungen



Hallo ihr Lieben

Wenn ihr wüsstet, wie spät es gerade ist... aber ich habe gerade eben meinen Post zu meinen 14 besten Lerntipps für die Abschlussprüfungen geschrieben und jetzt habe ich eine weitere Idee, die ich unbedingt in die Tasten tippen möchte (sagt man das so?).

Ich möchte unbedingt neben meinen Lerntipps auch meine Mindset-Tipps mit euch teilen. Eine Prüfungsphase, gerade wenn es um wichtige Prüfungen wie zum Beispiel Abschlussprüfungen geht, ist auch mental nicht ganz ohne. Deshalb legen wir doch am besten direkt los.


1. Viergewinnt

Dieser Spruch funktioniert leider nur in der Schweiz. Hier ist es nämlich so, dass die Note 4 gerade noch genügend ist. Sprich, eigentlich "braucht" man nur eine 4 um zu bestehen. Es kommt natürlich etwas auf die Prüfungen an, aber ganz oft ist es so, dass später nie jemand fragt, was man in dieser und dieser Prüfung hatte. Deshalb: Durchkommen ist alles. Der Rest ist die Kür.


2. Mut zur Lücke

Eigentlich einer meiner Leitsätze für die ganze Schulzeit. Dennoch ist es mir gerade in dieser Prüfungsphase sehr schwer gefallen, diesen umzusetzen. Ich denke das lag vor allem daran, dass ich in jedem Fach nur 1 Prüfung à 15 Minuten hatte (ausser in Deutsch, Französisch und Mathe). Ich hatte also einfach Angst, genau zu meiner etwaigen Lücke befragt zu werden. Trotzdem kann dieser Spruch enorm den Druck rausnehmen. Schliesslich kann man ja auch Glück haben und genau das, was man nicht kann wird auch nicht abgefragt. Natürlich sollte man es damit aber auch nicht übertreiben - ist klar.

Ach, und da fällt mir ein: Bei mündlichen Prüfungen kann man zum Teil die Inhalte auch steuern. Da heisst es dann natürlich: Steuer an sich reissen und möglichst nicht in Richtung Lücke schwimmen.


3. Hilfe holen ist schlau

Habe ich schon im letzten Post zum Thema "Meine 14 besten Lerntipps für die Abschlussprüfungen" angesprochen. Ich finde es aber so wichtig, dass es hier auch nochmals hineingehört. Es ist einfach keine Schande Nachhilfestunden zu nehmen oder eine/n Mitschüler*in zu fragen.


4. Wie isst man einen Elefanten? Stück für Stück!

Jap, es kann am Anfang nach ganz schön viel Stoff aussehen. Und jap, vielleicht ist es auch ganz schön viel Stoff. Das wichtigste ist, Ruhe zu bewahren. Sich zu erinnern, was man schon alles gelernt hat und vor allem sich daran zu erinnern, dass ein Elefant auch nur Stück für Stück gegessen werden kann.

Wenn dieses Gefühl von "äääh... soooo viel!!!" kommt, dann kann es helfen, sich nochmals einen guten Überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen. Was habe ich schon gelernt? Bis wann muss ich was gelernt haben? Welche Themen/Fächer kann ich eher lockerer aus dem Ärmel schütteln? Wo brauche ich noch etwas länger? Wo kann ich mir evtl. Hilfe suchen?


5. Ich bin Experte/Expertin und lerne es euch jetzt

Das ist ein Trick den ich eigentlich immer bei Präsentationen anwende. Da funktioniert er besonders gut, denn schliesslich hat man sich vor einer Präsentation totales Expertenwissen angeeignet, was man oft einem ahnungslosen Publikum erzählt. Bei einer mündlichen Prüfung sind die Prüfer in der Regel natürlich nicht ahnungslos. ;-)

Trotzdem habe ich mir vorgestellt, dass ich die Expertin bin und mich ja intensiv vorbereitet habe. Ich bin dann da rein nach dem Motto: "Hey, schön habt ihr eine so fachkundige Person wie mich eingeladen. Ich erkläre euch heute wie XYZ eigentlich wirklich funktioniert." Ist natürlich etwas übertrieben, aber es hat mir geholfen mich nicht so klein zu fühlen.


6. Nach der Prüfung ist vor der Prüfung - nicht aufgeben

Puh, ist eine Prüfung geschafft folgt oft gleich die nächste. Ich hatte vier Tage lang jeweils zwei Prüfungen. Und ganz oft habe ich nach den Prüfungen gedacht, dass es sich sowieso nicht mehr lohnt, und dass ich auch gleich einfach aufhören kann. Aaaber, das wäre mit Abstand das dümmste gewesen, was ich hätte machen können. Schliesslich weiss ich jetzt, dass meine Prüfungen eigentlich sehr gut ausgefallen sind und ich mir einfach sehr viel Druck gemacht habe. Also, auch wenn sich die Prüfungen schlecht angefühlt haben, du weisst nicht wie sie wirklich waren. Weitermachen, weitermachen, weitermachen! Wer aufgibt hat direkt verloren, wer weitermacht hat immer noch eine Chance.


Ja, das ist eine intensive Zeit und wenn es euch beruhigt, die Tränen blieben auch bei mir nicht aus. Im Gegenteil. Ich habe fast nach jeder Prüfung geweint, hat aber auch geholfen, diesen ganzen Druck abzulassen. Ach, und nach dem Weinen hilft tanzen, zumindest bei mir.

Achso und das Gefühl nach bestandener Prüfungen ist unbeschreiblich! Es lohnt sich also, schon alleine fürs Gefühl. ;-)


Nun wünsche ich allen, die gerade vor einer solchen Zeit stehen ganz viel Energie, Erfolg und Glück!


Ganz liebe Grüsse


Chiara