Ich hasse Englisch


Hallo ihr Lieben

Heute gibt es mal ein Geständnis: Ich hasse Englisch. Vielleicht werdet ihr euch jetzt denken: „Das hat sie gerade nicht geschrieben, oder?“

Oh, doch ich habe es geschrieben. Ok, hassen ist vielleicht das falsche Wort. Ich mag es einfach nicht so, wie die meisten anderen Schüler, glaube ich zumindest. Dabei ist es ja nicht so, als hätte ich kein Gefühl für Sprachen. Ich liebe, liebe, liebe Deutsch (sieht man ja). Aufsätze zu schreiben ist für mich das tollste - am besten kreative Aufsätze. Dieses Spielen mit den Worten gefällt mir einfach und bereitet mir grosse Freude. Deutsch bietet sich für das auch total an. Ich meine bei welcher anderen Sprache kann man beliebig viele Wörter aneinanderreihen und so ein neues Wort kreieren, dass noch immer einen Sinn hat? Also wie zum Beispiel wie bei: „Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“. Wahnsinn, oder?

Aber gegen die englische Sprache an sich habe ich auch nicht wirklich etwas auszusetzen (ausser an amerikanischem Englisch - würg). Vielmehr an der Einstellung meiner Mitschüler und an den Erwartungen der Gesellschaft.

So ist es zum Beispiel gesellschaftlich total anerkannt eine Niete in Französisch sein. Ja, es ist beinahe schon aussergewöhnlich, wenn man darin gut ist (keine Sorge, da bin ich auch nicht Klassenbeste - vielleicht von hinten).

Bei Englisch ist es aber ganz anders. Englisch kann doch einfach jeder! Das ist ja soooo einfach und deshalb kann man auch direkt flüssig Konversationen führen und einfach alle Wörter ableiten. Zudem gehöre ich ja zur Generation der „Digital Natives“, die müssen sowieso fliessend englisch sprechen, denn wie dieses ganze Technikwissen wurde uns diese Sprache in die Wiege gelegt.

Nein, nein, nein. So einfach ist es eben nicht! Auch im englischen gibt es Regeln und wo eine Regel da eine Ausnahme (in der Regel ;-) ). Und um mit diesen Ableit-Mythen aufzuräumen: nehmen wir das Deutsche „Art“ und vergleichen es mit dem englischen „art“. Bedeutet das dasselbe? Also!

Im englischen habe ich das Gefühl, ich darf keine Fehler machen, denn man sollte es doch einfach können. So wie Larissa, die ihr Handy auf Englisch eingestellt hat und natürlich nur englische Serien schaut, weil diese „einfach awesome, nice und viel cooler“ sind. Ach und dieser Schauspieler…seine Originalstimme…ich habe mich in seine Stimme verliebt!

Nein, ich möchte mein Handy nicht auf Englisch einstellen. Weil, nein, ich habe keinen Bock erst googeln zu müssen, bevor ich irgendeine Einstellung verändern kann. Nein, ich benutze fast nie Anglizismen (jawoll, für englischsprachige-Deutsch-Muttersprachler: das ist das Wort für Englische Wörter in einem deutschen Satz) weil das einfach disgusting ist. Nein, ich schaue auch keine Serien. Netflix habe ich nicht. Netflix brauche ich auch nicht. Ich hatte ein Probeabo, habe die bisherigen Staffeln von „Riverdale“ durchgeschaut und dann festgestellt, das die restlichen Serien die selbe Basis haben. Was ich aber erst recht nicht mache: Filme oder Serien auf englisch schauen. Wenn ich schon mal nichts zu tun habe, mich entspannen kann und Zeit zum Filme oder Serien schauen, dann möchte ich das bitte auch geniessen. Ich möchte dann nicht nur jedes zweite Wort verstehen. Ich möchte mich bitte auf jedes Wort achten können, um den nicht seltenen Wortwitz zu verstehen!

Ok, ich gebe es zu: ein bisschen neidisch auf Larissa und co bin ich ja. Vielleicht würde ich gerne etwas flüssiger sprechen und problemlos alles verstehen. Das klingt jetzt so, als wäre meine Englisch-Note total schlecht. Nein, das ist sie nicht. Meine Englisch-Note ist gut. Trotzdem habe ich das Gefühl ich kann garnicht so gut Englisch, wie diese Note sagt.

Machen wir es kurz: Ich habe gemerkt, ich sollte etwas tun für mein Englisch. Vor allem für meinen Wortschatz, den ich durch das Verweigern von Serien und Filmen auf englisch nicht habe.

Was kann man da tun? Lesen! Ich mag lesen nicht. Aber ich mag Lesen mehr als Filme schauen. Das Buch liegt bereits auf meinem Nachttisch. „The Devil Wears Prada“, ein Klassiker, den ich schon hundert Mal (auf Deutsch) gesehen habe. Jetzt lese ich das Buch. Auf englisch. In den Sommerferien.

Da ich ja meinen Wortschatz erweitern möchte, habe ich mir zudem eine Liste auf dem Handy angelegt, die ich mit „neuen“ englischen Wörtern befülle. Für jeweils mindestens drei Wörter pro Kapitel muss ich mich entscheiden. Halleluja, ich hoffe ich werde irgendwann fertig!

In diesem Sinne, gutes Lesen!

Chiara

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