Prinzessin, Journalistin oder doch lieber Angewandte Psychologie?


Hallo ihr Lieben

Heute gibt es eine ganz spezielle Podcastepisode. Ich finde das Thema so wichtig, dass ich unbedingt auch hier auf dem Blog einen Post dazu verfassen möchte. Es geht nämlich um die Zukunft. Ich selbst bin generell ein sehr zukunftsorientierter Mensch. Ich achte nicht so sehr auf das was alles schon passiert ist, sondern bin stets dabei meine Zukunft zu formen.

Wie ihr wisst, liebe ich es Pläne zu schmieden und mich durch meine Ziele zu motivieren. Seit ich mir überlegt habe, warum ich eigentlich zur Schule gehe bzw. was ich damit später beruflich eigentlich anstellen kann, ist meine Motivation um ein vielfaches gestiegen. Ok, ich verbessere mich, sie ist dann erst zum Vorschein getreten.

Mein allererster Berufswunsch war natürlich: Prinzessin. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass das aufgrund der Situation in den Königshäusern (es gibt fast keine Prinzen in meinem Alter), relativ schwierig gestaltet. Also überlegte ich mir einen neuen Beruf: Prinzessin im Freizeitpark. Das stellte ich mir sogar noch etwas cooler vor, als eine normale Prinzessin zu sein. Schliesslich haben diese Prinzessinnen stets wundervolle Kleider an und können sich den ganzen Tag von Zuckerwatten und Bonbons ernähren (sie wohnen schliesslich in einem Freizeitpark).

Dann begann „der Ernst des Lebens“: Die Schulzeit und ich wollte, wie gefühlt jedes Kind, Lehrerin werden. Dieser Berufswunsch zog sich echt lange hin. Zu erst wollte ich nur Kindergärtnerin werden, anschliessend Primarlehrerin (also Unterstufenlehrerin) und schliesslich wollte ich Oberstufenlehrerin werden, mit den Fächern Deutsch, Geschichte und Französisch. Jep, ich wollte mal Französischlehrerin werden (damals hatte ich auch noch gute Noten in diesem Fach).

Im Sommer 2014 habe ich dann meinen DIY-Blog eröffnet und im Verlaufe der Zeit fand ich immer mehr Gefallen daran, möglichst interessante Blogbeiträge zu schreiben. Das Schreiben ist sowieso schon lange ein grosses Hobby von mir. Ich schreibe schon sehr lange Tagebuch und habe schon unzählige Male versucht ein Buch zu schreiben (auch schon in diesem Alter). Also war es bei der Berufswahl irgendwie logisch, dass ich etwas mit Schreiben machen wollte. Journalistin ist da am naheliegendsten, weshalb ich auch lange davon überzeugt war, dass ich Journalistin werden möchte. Naja, bis ich ein etwas längeres Praktikum bei einer Wochenzeitung absolviert habe. Das Praktikum an sich war eigentlich total abwechslungsreich. Ich hatte Einblicke in viele verschiedene Tätigkeitsfelder, durfte bei Shootings und Strassenumfragen dabei sein und mitwirken. Ich durfte sogar zahlreiche Artikel schreiben, die anschliessend in der Zeitung publiziert wurden. Eigentlich war es das perfekte Praktikum, nur halt eben nicht für mich. Ich bin grundsätzlich ein sehr realistisch denkender Mensch. Den Beruf als Journalistin habe ich mir nicht glamourös vorgestellt. Dennoch merkte ich in diesem Praktikum, dass ich lieber einfach „frei Schnauze“ einen Artikel für den Blog schreibe, als mit Zeichenbegrenzung zu einem langweiligen Thema mir etwas aus den Fingern saugen zu müssen. Ich hatte Angst, dass dieser Beruf mir die Freude am kreativen Schreiben wegnehmen würde. Es war hart, einzugestehen, dass dieser Beruf wohl doch nichts für mich ist. Meine ganzen Pläne warf ich zu diesem Zeitpunkt komplett über Bord und ich stand ideenlos da. Das war auch deutlich an meiner Motivation für die Schule zu erkennen. Dieses planlose vor mich hin lernen war und ist definitiv nicht mein Stil.

Als nächstes stand eine Schreibwoche bei uns in der Schule an. Da konnte man sich anmelden und wurde für eine Woche von der Schule freigestellt. In dieser Woche besuchte man einen Kurs bei einer Autorin und durfte seine eigenen Texte schreiben. Meine Liebe zum Schreiben entfachte wieder und meine Ohren spitzen sich, als die Autorin von ihrem Beruf erzählte. Sie hatte über Umwege „Litterarisches Schreiben“ studiert und war jetzt Vollzeitautorin. Ein Traumstudium und ein Traumjob. Allerdings verwarf ich auch diese Option ziemlich schnell, denn den Weg als Autorin einzuschlagen ist ein harter Weg - es ist eben einfach ein Künstlerberuf. Ich sehe es nicht ein, so lange zur Schule zu gehen, zu studieren um anschliessend für jeden Auftrag zu kämpfen. Klar, ist es ein Traum, den ganzen Tag nur Bücher zu schreiben, doch davon leben zu können ist enorm schwierig. Ich stand also wieder da, ohne Plan.

Ja, ich hatte eigentlich noch genug Zeit, doch dieses Planlose hat mich fertig gemacht. Ich überlegte nun einfach doch Lehrerin zu werden. Schliesslich bin ich in der Vorbereiteten Schule für ein Pädagogikstudium. Es wäre einfach der einfachste Weg. Achso, das Fach Französisch würde ich mittlerweile streichen. ;-)

Doch irgendwie konnte ich mir ein Leben als Lehrerin auch nicht wirklich vorstellen. Auch wenn ich die Schule liebe, nach so vielen Jahren in der Schule, wollte ich auch mal noch etwas anderes sehen. Etwas, das mehr wie ein Büro in der Privatwirtschaft aussieht. Aber deshalb jetzt noch einen kaufmännischen Beruf lernen? Ich weiss nicht…

In einer schlaflosen Nacht sah ich mich etwas im Internet um. Ich recherchierte nach allen möglichen Studiengängen und landete schliesslich auf der Seite des Berufinformationszentrums. Mein Blick fiel auf ein Kästchen, in dem so ungefähr folgendes drin stand: „Fülle diesen Test aus und finde deinen perfekten Studiengang.“

Ich klickte, füllte den Test aus und die Ergebnisse:

Lehrerin

Journalistin

Literarisches Schreiben

Angewandte Psychologie

Lehrerin, Journalistin, Literarisches Schreiben konnte ich ja schon einmal ausschliessen, doch was war eigentlich „Angewandte Psychologie“?

Durch meinen Blog mit den Themen „Motivation, Lernen, Erfolg, Glück etc.“ habe ich mich schon öfter mit psychologischen Themen beschäftigt. Ich habe Studien gelesen und an Webinaren teilgenommen. Psychologie hat mich eigentlich schon lange interessiert, doch die Idee Psychologie zu studieren habe ich schon lange verworfen. Schliesslich bin ich nicht auf dem Gymnasium.

Doch dieser Studiengang hiess ja „Angewandte Psychologie“. Was soll denn an „angewandter Psychologie“ anders sein, als an „normaler Psychologie“? Ich klickte und war erstaunt als ich den Text las.

Nach weiteren Recherchen, war ich mir sicher: das ist genau mein Studiengang!

Angewandte Psychologie legt den Fokus nicht auf die klinische Psychologie, sondern setzt sich mit dem Arbeitsverhalten, der Organisation und der Wirtschaft auseinander. Es geht also wirklich ums „Business“ - genau mein Ding.

Tja, soweit nun mein Stand der Dinge. Mal sehen, ob ich das durchziehe oder ob ich irgendwann andere Pläne schmiede. Ich finde es nicht schlimm Pläne über Bord zu werfen, wichtig finde ich nur, dass man alternativ Pläne macht oder zumindest sich gedanklich etwas damit befasst.

Wenn du weisst, was du machen möchtest, hast du eine klare Antwort auf die Frage: „Warum tue ich mir diese Schule an“. Ich habe gemerkt, dass das für die Motivation essentiell ist.

Na los, auf geht’s! Pläne schmieden steht an!

Bis zum nächsten Mal!

Chiara


PS: Hier kommst du zur passenden Podcastepisode:


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